Allgemeine Einkaufsbedingungen

1. Allgemeines

1.1. Bestellungen werden zu den nachstehenden Bedingungen erteilt. Der Lieferant erkennt sie f├╝r die vorliegende Bestellung als verbindlich an, und zwar sp├Ątestens mit Beginn deren Ausf├╝hrung.
1.2. Abweichende Verkaufsbedingungen des Lieferanten gelten nur dann als angenommen, wenn sie vom Besteller ausdr├╝cklich und schriftlich best├Ątigt sind.
1.3. F├╝r die Ausf├╝hrung der Bestellung gelten in nachfolgend aufgef├╝hrter Reihenfolge:

a) die Bestellung mit der Leistungsbeschreibung
b) gegebenenfalls erg├Ąnzende besondere Vertragsbedingungen wie EVB-IT sowie s├Ąmtliche weitere Anlagen
c) etwaige erg├Ąnzende allgemeine Vertragsbedingungen
d) diese Allgemeinen Auftragsbedingungen
e) etwaige allgemeine technische Vertragsbedingungen wie beispielsweise Richtlinien Bau

1.4. Sofern eine zwischen den Parteien geschlossene Vertragsvereinbarung einschlie├člich aller Anlagen entgegenstehende Regelungen enth├Ąlt, haben diese Vorrang vor diesen Allgemeinen Einkaufsbedingungen.

2. Bestellung und Auftragsbest├Ątigung

2.1. Der Besteller kann die Bestellung widerrufen, ohne dass ihm hierdurch Kosten entstehen, wenn der Lieferant sie nicht innerhalb von zwei Wochen nach Eingang schriftlich und unver├Ąndert angenommen hat (Auftragsbest├Ątigung).
2.2. Weicht die Auftragsbest├Ątigung von der Bestellung ab, so ist der Besteller nur gebunden, wenn er der Abweichung schriftlich zugestimmt hat.
2.3. Kostenvoranschl├Ąge sind verbindlich und nicht zu verg├╝ten, es sei denn, es wurde ausdr├╝cklich etwas anderes schriftlich vereinbart.
2.4. ├änderungen oder Erg├Ąnzungen der Bestellung sind nur wirksam, wenn sie vom Besteller schriftlich best├Ątigt sind.

3. Rechtzeitigkeit, Vertragsstrafe bei Leistungsst├Ârungen

3.1. F├╝r die Rechtzeitigkeit von Lieferungen oder Nacherf├╝llungen ist der Eingang bei der vom Besteller angegebenen Empfangsstelle ma├čgebend. F├╝r die Rechtzeitigkeit von Lieferungen mit Aufstellung oder Montage sowie von Leistungen kommt es auf deren Abnahme an.
3.2. Bei erkennbarer Verz├Âgerung einer Lieferung oder Leistung bzw. Nacherf├╝llung ist der Besteller unverz├╝glich zu benachrichtigen und seine Entscheidung einzuholen.
3.3. Kommt der Lieferant in Verzug, so ist der Besteller berechtigt, f├╝r jeden angefangenen Werktag der Verz├Âgerung eine Vertragsstrafe in H├Âhe von 0,3 %, h├Âchstens jedoch 5 % der Gesamtvertragssumme zu berechnen, sofern nichts anderes schriftlich vereinbart ist. Dies gilt nicht, wenn der Lieferant nachweist, dass er die Verz├Âgerung nicht zu vertreten hat.
Unterbleibt bei der Annahme der Lieferungen, Leistungen oder Nacherf├╝llung der entsprechende Vorbehalt, kann die Vertragsstrafe dennoch bis zur Schlusszahlung geltend gemacht werden.

4. Gefahr├╝bergang, Versand, Erf├╝llungsort, Importbestimmungen, Dokumente

4.1. Die Lieferung hat an den vom Besteller angegebenen Bestimmungsort und zu dem in der Bestellung genannten Liefertermin zu erfolgen.
4.2. Bei Lieferungen mit Aufstellung oder Montage und bei Leistungen geht die Gefahr mit der Abnahme, bei Lieferungen ohne Aufstellung oder Montage mit dem Eingang bei der vom Besteller angegebenen Empfangsstelle ├╝ber. Hat der Lieferant die Aufstellung oder die Montage ├╝bernommen oder ist nicht etwas anderes vereinbart, so tr├Ągt der Lieferant vorbehaltlich abweichender Regelungen alle erforderlichen Kosten wie beispielsweise Reisekosten oder die Bereitstellung des Werkzeugs.
4.3. Soweit nicht anders vereinbart, gehen die Versand- und Verpackungskosten zu Lasten des Lieferanten. Bei Preisstellung ab Werk oder ab Verkaufslager des Lieferanten ist zu den jeweils niedrigsten Kosten zu versenden, soweit der Besteller keine bestimmte Bef├Ârderungsart vorgeschrieben hat. Bei Preisstellung frei Empf├Ąnger kann der Besteller ebenfalls die Bef├Ârderungsart bestimmen.
Mehrkosten, f├╝r die zur Einhaltung eines vereinbarten Liefertermins notwendige beschleunigte Bef├Ârderung sind vom Lieferanten zu tragen.
4.4. Die gelieferte Ware ist verpackt anzuliefern, sofern ihre Natur eine Verpackung bei der Bef├Ârderung erfordert. Die Verpackung muss bef├Ârderungssicher sein sowie den f├╝r die gew├Ąhlte Transportart geltenden Bef├Ârderungsbestimmungen und etwaigen gesetzlichen oder in der Bestellung genannten Verpackungsvorschriften entsprechen. Verpackungsmaterial (Leihgebinde) wird nur dann zur├╝ckgeliefert, wenn es durch Aufdruck des Eigent├╝mers als solches erkennbar und vereinbart ist. Mehrkosten wegen einer nicht eingehaltenen Versand- oder Verpackungsvorschrift tr├Ągt der Lieferant.
4.5. Jeder Lieferung sind Packzettel oder Lieferscheine mit Angabe des Inhalts sowie der vollst├Ąndigen Bestellkennzeichen beizuf├╝gen. Der Versand ist mit diesen Angaben sofort anzuzeigen.
4.6. Importierte Waren sind verzollt zu liefern. Der Lieferant ist verpflichtet, im Rahmen der Verordnung EG Nr. 1207/2001 auf seine Kosten geforderte Erkl├Ąrungen und Ausk├╝nfte zu erteilen, ├ťberpr├╝fungen durch die Zollbeh├Ârde zuzulassen und erforderliche amtliche Best├Ątigungen beizubringen.
4.7. Der Lieferant ist verpflichtet, den Besteller ├╝ber etwaige Genehmigungspflichten bei (Re-) Exporten gem├Ą├č deutschen und europ├Ąischen Exportkontrollrecht und Zollbestimmungen des Ursprungslandes der G├╝ter ausf├╝hrlich und schriftlich zu unterrichten. Der Lieferant ist verpflichtet, auf seine Kosten geforderte Erkl├Ąrungen und Ausk├╝nfte zu erteilen, ├ťberpr├╝fungen durch die Zollbeh├Ârde zuzulassen und erforderliche amtliche Best├Ątigungen oder andere notwendigen Dokumente beizubringen, die f├╝r die Importverzollung von Waren notwendig sind. Etwaige Verz├Âgerungen, die wegen fehlender oder mangelhafter Erkl├Ąrungen, Ausk├╝nfte oder Dokumente des Lieferanten verursacht werden, gehen zu Lasten des Lieferanten.
4.8. Der Lieferant gew├Ąhrleistet, dass die Vertragsgegenst├Ąnde den gesetzlich geforderten Auflagen entsprechen und weist dies auf Verlangen des Bestellers nach (z. B. CE-Zertifikate).
4.9. Alle f├╝r Abnahme, Betrieb, Wartung und Reparatur erforderlichen Unterlagen (Pr├╝fungsprotokolle, Werkszeugnisse, Zeichnungen, Pl├Ąne, Bedienungsanweisungen u. ├Ą.) hat der Lieferant in vervielf├Ąltigungsf├Ąhiger Form kostenlos mitzuliefern.
4.10. Der Lieferant hat das Personal des Bestellers in die Bedienung und Wartung der gelieferten Ger├Ąte sach- und fachgerecht einzuweisen.

5. Eingangspr├╝fungen, Abnahmen

5.1. Die blo├če Annahme von Lieferungen oder Leistungen, deren vor├╝bergehende Nutzung oder auch geleistete Zahlungen bewirken weder eine Abnahme noch einen Verzicht auf dem Besteller zustehende Rechte, insbesondere aus mangelhafter oder versp├Ąteter Lieferung.
Empfangsquittungen der Warenannahme des Bestellers sind keine Erkl├Ąrungen des Bestellers ├╝ber die endg├╝ltige ├ťbernahme der gelieferten Waren.
5.2. Der Besteller wird unverz├╝glich nach Eingang der Lieferungen pr├╝fen, ob sie der bestellten Menge und dem bestellten Typ entsprechen, ob ├Ąu├čerlich erkennbare Transportsch├Ąden oder ├Ąu├čerlich erkennbare Fehler vorliegen. Dies gilt nicht f├╝r Lieferungen, bei welchen der Lieferant L├Ąger des Bestellers im Kanban- oder Konsignationsverfahren beliefert; hier erfolgt die Eingangspr├╝fung erst mit Entnahme der gelieferten Produkte.
5.3. Offenkundige M├Ąngel (insbesondere Verpackungssch├Ąden) werden vom Besteller zeitnah ab Ablieferung an dem vom Besteller angegebenen Bestimmungsort (Versandanschrift gem├Ą├č Versandkennziffer) ger├╝gt. Verdeckte M├Ąngel werden vom Besteller binnen einer Woche ab Entdeckung des Mangels ger├╝gt. Zur Erhaltung der Rechte des Bestellers gen├╝gt die rechtzeitige Absendung der M├Ąngelanzeige.
5.4. Dem Besteller obliegen gegen├╝ber dem Lieferanten keine weitergehenden als die vorstehend genannten Pr├╝fungen und Anzeigen.
5.5. Wird eine Abnahme durch Umst├Ąnde au├čerhalb des Einflussbereiches des Bestellers verhindert oder erheblich erschwert, so ist dieser berechtigt, die Abnahme f├╝r die Dauer dieser Umst├Ąnde hinauszuschieben. Als Umst├Ąnde der genannten Art gelten insbesondere alle den Betriebsablauf, die Verarbeitung oder sonstige Verwendung der Ware beim Besteller betreffenden Eingriffe von hoher Hand wie Ein- und Ausfuhrbeschr├Ąnkungen, Naturereignisse wie Feuer- und Wassersch├Ąden, die Verknappung von Rohstoffen oder Transportmitteln, betriebliche St├Ârungen wie, die Unterbrechung oder Beschr├Ąnkung der Energiezufuhr sowie alle sonstigen Umst├Ąnde, die zu einer Einstellung oder erheblichen Einschr├Ąnkung f├╝hren. Dauern diese Umst├Ąnde l├Ąnger als vier Wochen an, so ist der Lieferant zum R├╝cktritt vom Vertrag berechtigt, sofern der Besteller die Abnahme der Ware weiterhin ablehnt. Weitergehende Anspr├╝che sind ausgeschlossen.

6. Gew├Ąhrleistung/Lieferzeit

Die Gew├Ąhrleistungsfrist betr├Ągt 24 Monate, soweit das Gesetz nicht eine l├Ąngere Frist vorschreibt oder etwas anderes vereinbart wurde.
6.1. Der Lieferant ├╝bernimmt die Gew├Ąhr daf├╝r, dass seine Lieferung die vertraglich vorgesehenen Eigenschaften hat, den einschl├Ągigen gesetzlichen Bestimmungen und den anerkannten Regeln der Technik entspricht und nicht mit M├Ąngeln behaftet ist. Der Lieferant leistet ferner Gew├Ąhr daf├╝r, dass die gelieferte Ware in ihrer Konstruktion und Zusammensetzung gegen├╝ber fr├╝heren gleichartigen mangelfreien Lieferungen nicht ge├Ąndert worden ist, sofern derartige ├änderungen nicht vorher mit dem Besteller abgestimmt worden sind.
6.2. Kommt der Lieferant im Falle der mangelhaften Lieferung seiner Verpflichtung zur Nacherf├╝llung ÔÇô nach Wahl des Bestellers durch Beseitigung des Mangels (Nachbesserung) oder durch Lieferung einer mangelfreien Sache (Ersatzlieferung) ÔÇô innerhalb einer vom Besteller gesetzten, angemessenen Frist nicht nach, so kann der Besteller jeweils auf Kosten des Lieferanten den Mangel selbst oder durch einen Dritten beseitigen bzw. sich bei einem Dritten eindecken. Ist die Nacherf├╝llung durch den Lieferanten fehlgeschlagen oder f├╝r den Besteller unzumutbar (z. B. wegen besonderer Dringlichkeit, Gef├Ąhrdung der Betriebssicherheit oder drohendem Eintritt unverh├Ąltnism├Ą├čiger Sch├Ąden) bedarf es keiner Fristsetzung; der Lieferant ist unverz├╝glich, wenn m├Âglich vorher, zu unterrichten.
6.3. Nach einem fehlgeschlagenen Nacherf├╝llungsversuch des Lieferanten kann der Besteller auch vom Vertrag zur├╝cktreten und/oder Schadensersatz statt der Leistung verlangen; ein weiterer Nacherf├╝llungsversuch steht dem Lieferanten nicht zu. Das Recht, zur├╝ckzutreten oder Schadenersatz, statt der Leistung zu verlangen, steht dem Besteller, sofern der Lieferant nur teilweise mangelhaft leistet, wahlweise bez├╝glich dieses Teils oder des ganzen Vertrags zu.
6.4. F├╝r eine Nachbesserung wird dem Lieferanten die mangelhafte Ware nach Wahl des Bestellers an dem Ort, wo sie sich bei Entdeckung des Mangels befindet, oder am Bestimmungsort gem├Ą├č Ziff. 2 zur Verf├╝gung gestellt. Der Lieferant ist verpflichtet, die Ware auf seine Kosten von dort abzuholen, wenn eine Nachbesserung an Ort und Stelle nicht m├Âglich ist, und sie anschlie├čend dorthin zur├╝ckzusenden. Die Kosten einer Nacherf├╝llung tr├Ągt der Lieferant. F├╝r die Dauer der Nacherf├╝llung ist der Lauf der Gew├Ąhrleistungsfristen gehemmt.
6.5. Entstehen dem Besteller in Folge der mangelhaften Lieferung der Ware Kosten, insbesondere Transport-, Wege-, Arbeits- und Materialkosten oder Kosten f├╝r eine den ├╝blichen Umfang ├╝bersteigende Eingangskontrolle, hat der Lieferant diese Kosten zu tragen. Kosten, die beim Lieferanten zum Zwecke der Pr├╝fung und Nachbesserung entstehen (einschlie├člich eventueller Ausbau- und Einbaukosten), tr├Ągt dieser auch dann selbst, wenn sich herausstellt, dass tats├Ąchlich kein Mangel vorlag. Eine Haftung des Bestellers f├╝r Schadensersatzanspr├╝che des Lieferanten bei unberechtigtem M├Ąngelbeseitigungsverlangen besteht nur dann, wenn der Besteller erkannt oder grob fahrl├Ąssig nicht erkannt hat, dass kein Mangel vorlag.
6.6. Die vorgenannten Bestimmungen gelten sinngem├Ą├č auch f├╝r den Fall der versp├Ąteten Lieferung. Wird eine ├ťberschreitung der vereinbarten Lieferfrist oder des vereinbarten Liefertermins vorhersehbar, so hat der Lieferant den Besteller unbeschadet seiner sonstigen Verpflichtungen unverz├╝glich ├╝ber die voraussichtliche Dauer der Verz├Âgerung zu unterrichten. F├╝r die Rechtzeitigkeit von Lieferungen kommt es auf den Eingang an dem in der Bestellung angegebenen Bestimmungsort an.

7. Produkthaftung, Versicherung

7.1. Soweit der Lieferant f├╝r einen Produktschaden verantwortlich ist, ist er verpflichtet, den Besteller insoweit von Schadenersatzanspr├╝chen Dritter auf erstes Anfordern freizustellen, als die Ursache in seinem Herrschafts- und Organisationsbereich gesetzt ist und er im Au├čenverh├Ąltnis selbst haftet.
7.2. Der Lieferant hat eine Produkthaftpflichtversicherung mit einer Deckungssumme von mindestens 5 Mio. EUR pro Personenschaden/Sachschaden ÔÇô pauschal w├Ąhrend der Dauer dieses Vertrages, d. h. bis zum jeweiligen Ablauf der M├Ąngelverj├Ąhung ÔÇô zu unterhalten; stehen dem Besteller weitergehende Schadenersatzanspr├╝che zu, so bleiben diese unber├╝hrt.
7.3. Der Lieferant hat f├╝r Sch├Ąden, die von ihm, seinen gesetzlichen Vertretern, leitenden Angestellten oder sonstigen Erf├╝llungsgehilfen im Zusammenhang mit der Vertragsabwicklung verursacht werden k├Ânnen, auf seine Kosten eine ausreichende Haftpflichtversicherung abzuschlie├čen.
7.4. Der Lieferant weist dem Besteller die Versicherungen auf Wunsch nach.

8. Schutzrechte

Der Lieferant steht daf├╝r ein, dass die gelieferte Ware bzw. ihre Verwendung keine gewerblichen Schutzrechte oder sonstige Rechte Dritter verletzt. Sofern solche Rechte doch bestehen, hat der Lieferant dem Besteller ohne R├╝cksicht auf seine Kenntnis und die Kenntnis des Bestellers einen daraus entstehenden Schaden zu ersetzen. Der Lieferant ist au├čerdem verpflichtet, den Besteller von Anspr├╝chen Dritter aus gewerblichen Schutzrechten freizuhalten. Dar├╝ber hinaus gehende Anspr├╝che und Rechte gegen den Lieferanten bleiben von diesen Regelungen unber├╝hrt.

9. Preise, Rechnungen und Zahlungsbedingungen

9.1. Die in der Bestellung ausgewiesenen Preise sind Festpreise, sofern nicht anders angegeben. Sie schlie├čen s├Ąmtliche Aufwendungen im Zusammenhang mit den vom Lieferanten zu erbringenden Lieferungen und Leistungen mit ein, es sei denn, es wurde etwas anderes vereinbart.
9.2. In Rechnungen sind die Bestellkennzeichen jeder einzelnen Position sowie alle geforderten Pflichtangaben gem. ┬ž 14 Abs. 4 UStG anzugeben. Solange diese Angaben fehlen, sind Rechnungen nicht zahlbar.
Soweit der Auftragnehmer Materialteste, Pr├╝fprotokolle, Qualit├Ątsdokumente oder andere Unterlagen zur Verf├╝gung zu stellen hat, setzt die Vollst├Ąndigkeit der Lieferung und Leistung auch den Eingang dieser Unterlagen beim Besteller voraus.
Rechnungszweitschriften sind als Duplikate zu kennzeichnen.
Die Frist zur Inanspruchnahme etwaiger Skontoabz├╝ge wird erst nach Erhalt einer vollst├Ąndigen Rechnung in Lauf gesetzt.
9.3. Die Zahlung erfolgt, sofern nichts anderes vereinbart ist, innerhalb von vierzehn Tagen abz├╝glich 3 % Skonto oder innerhalb von drei├čig Tagen netto nach Waren- und Rechnungseingang.
9.4. Auch eine Zahlung bedeutet keine Anerkennung der Lieferung oder Leistung als vertragsgem├Ą├č. Bei fehlerhafter oder unvollst├Ąndiger Lieferung und/oder Leistung ist der Besteller unbeschadet sonstiger Rechte des Bestellers berechtigt, Zahlungen auf Forderungen aus der Gesch├Ąftsbeziehung in angemessenem Umfang bis zur ordnungsgem├Ą├čen Erf├╝llung zur├╝ckzuhalten. Diese Regelung gilt im Falle der Aufrechnung entsprechend.
9.5. Die Zahlungsfrist beginnt in keinem Fall vor dem vereinbarten Liefertermin, der vollst├Ąndigen Lieferung oder Leistungserbringung, Eingang der korrekten Rechnung und nach vollst├Ąndiger Beseitigung der M├Ąngel.
9.6. Der Besteller ist seiner Zahlungsverpflichtung mit der Zahlung auf das bisher bekannte Konto nachgekommen, falls etwaige Änderungen nicht (Frist) vorher schriftlich angezeigt und auf der Rechnung selbst angegeben waren.

10. Forderungsabtretung

Forderungsabtretung ist nur mit vorheriger schriftlicher Zustimmung des Bestellers zul├Ąssig.

11. Compliance

11.1. Der Lieferant verpflichtet sich, die jeweiligen gesetzlichen Regelungen zum Umgang mit Mitarbeitern, Umweltschutz und Arbeitssicherheit einzuhalten und daran zu arbeiten, bei seinen T├Ątigkeiten nachteilige Auswirkungen auf Mensch und Umwelt zu verringern. Hierzu wird der Lieferant im Rahmen seiner M├Âglichkeiten ein Managementsystem nach ISO 14001 einrichten und weiterentwickeln. Weiter wird der Lieferant die Grunds├Ątze der Global Compact Initiative der UN beachten. Diese betreffen im Wesentlichen den Schutz der internationalen Menschenrechte, das Recht auf Tarifverhandlungen, die Abschaffung von Zwangsarbeit und Kinderarbeit, die Beseitigung von Diskriminierung bei Einstellung und Besch├Ąftigung, die Verantwortung f├╝r die Umwelt und die Verhinderung von Korruption. Weitere Informationen zur Global Compact Initiative der UN sind unter www.unglobalcompact.org erh├Ąltlich.
11.2. F├╝r den Fall, dass sich ein Lieferant wiederholt und/oder trotz eines entsprechenden Hinweises gesetzeswidrig verh├Ąlt und nicht nachweist, dass der Gesetzesversto├č soweit wie m├Âglich geheilt wurde und angemessene Vorkehrungen zur k├╝nftigen Vermeidung von Gesetzesverst├Â├čen getroffen wurden, behalten wir uns das Recht vor, von bestehenden Vertr├Ągen zur├╝ckzutreten oder diese fristlos zu k├╝ndigen.

12. Zahlungsunf├Ąhigkeit/Insolvenz des Lieferanten

Stellt der Lieferant seine Zahlungen ein, wird ein vorl├Ąufiger Insolvenzverwalter bestellt oder das Insolvenzverfahren ├╝ber das Verm├Âgen des Lieferanten beantragt oder er├Âffnet, so ist der Besteller berechtigt, ganz oder teilweise vom Vertrag zur├╝ckzutreten oder den Vertrag zu k├╝ndigen.

13. Erf├╝llungsort

Erf├╝llungsort f├╝r die Lieferung ist der Ort des Gefahr├╝bergangs; Erf├╝llungsort f├╝r die Zahlung ist der Firmensitz des Bestellers.

14. Vertraulichkeit, Rechte Dritter

Der Lieferant hat die Anfrage, die Bestellung, den Vertragsabschluss, die darauf bezogenen Leistungen sowie s├Ąmtliche im Zusammenhang mit der Vertragsdurchf├╝hrung erhaltenen Informationen, insbesondere technischer und kaufm├Ąnnischer Natur, als Gesch├Ąftsgeheimnis zu betrachten und vertraulich zu behandeln. Dritten gegen├╝ber d├╝rfen sie nur mit ausdr├╝cklicher Zustimmung des Bestellers offengelegt werden. Die Geheimhaltungspflicht gilt auch nach Abwicklung oder Scheitern des Vertrages. Sie erlischt, wenn und soweit das in den Dokumenten enthaltene Wissen allgemein bekannt geworden ist. Vorlieferanten sind entsprechend zu verpflichten.

15. Datenschutz

Der Lieferant ist damit einverstanden, dass der Besteller, die im Rahmen der Gesch├Ąftsbeziehung erforderlichen Daten des Lieferanten und der mit ihm abgeschlossenen Vertr├Ąge ├╝ber EDV speichert und lediglich f├╝r eigene Zwecke innerhalb seiner verbundenen Unternehmen verwendet.

16. Allgemeine Bestimmungen

16.1. Gerichtsstand f├╝r eventuelle Streitigkeiten ist der Firmensitz des Bestellers.
16.2. F├╝r das Rechtsverh├Ąltnis ist das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts vom 11.04.1980 ma├čgebend.
16.3. Sollte eine Bestimmung dieser Bedingungen und der getroffenen weiteren Vereinbarungen unwirksam sein oder werden, so wird dadurch die G├╝ltigkeit der Bedingungen im ├ťbrigen nicht ber├╝hrt. Die Vertragspartner sind verpflichtet, die unwirksame Bestimmung durch eine ihr im wirtschaftlichen Erfolg m├Âglichst gleichkommende Regelung zu ersetzen.

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